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Das versprach eine spannende Partie zu werden: mit dem USV Halle musste der aktuell Zweitplatzierte der 2. Bundesliga Ost bezwungen werden, um eine Runde weiter zu kommen. Beim letzten Aufeinandertreffen 2019 stand eine klare 1:9 Niederlage der Sterne auf dem Spielberichtsbogen. Die letzte Partie in der 2. Bundesliga Süd-West der Landeshauptstädter gegen den TSV Calw ließ noch viele Baustellen erkennen. Jetzt sollte es besser laufen.

Beide Mannschaften begannen defensiv. „Ersteinmal hinten sicher stehen und dann schauen was geht.“ schien die Devise zu heissen. Erst allmählich nahm die Partie vor 89 Zuschauern Fahrt auf. Ein erstes Ausrufezeichen setzte der Stern, als er in der 15. Minute durch Tim-Volkan Adolphs auf Vorlage von Mikulas Nebrensky etwas glücklich in Führung ging. Keine 2 Minuten später kamen die Saalebiber zum Ausgleich, bei dem die Sterne zu inkonsequent verteidigten. Eigentlich lief es für die Sterne ganz gut, aber in der 19 Minuten wurden sie wieder durch einen schnellen Gegenangriff ausgehebelt. Die Antwort nur 50 Sekunden kam jetzt von der Münchenern, so dass es am Ende des ersten Drittels wieder ausgeglichen stand.

Zu Beginn des zweiten Drittels lag das Hauptaugenmerk wieder auf der Defensive. Aber Stern kam immer besser ins Spiel und baute kontinuierlich Druck auf das Hallenser Tor auf. Ab der 10. Minute stand die Abwehr weiterhin sicher, aber die Hallenser Abwehr wackelte zusehens. Zählbares gab es allerdings erst in der 16. Minute, als Lovis Sturm einen Distanzschuss im Tor versenkte. Den zweiten Distanzschuss von Sturm konnte der Goalie erst noch abwehren, aber Jonatan Förster stocherte doch noch unter dem Torhüter durch über die Linie zur Doppelführung (Bild). Die Biber mussten jetzt offensiver spielen, was den Sternlern die Chance zu Kontern gab. Einen schönen Alleingang versenkte Adolphs souverän zur 5:2 Führung im zweiten Drittel.

Gleich nach 3 Minuten im dritten Drittel legte eine schnell und schnörkellos gespielte Kombination der Gäste zum 5:3 den Finger in die Wunde. Die Sterne liessen sich aber davon nicht beeindrucken und stellen weniger als 40 Sekunden später ebenfalls durch eine schöne Kombination den alten Abstand wieder her. Der Einsatz von nur zwei Reihen und die lange Anfahrt hinterliessen allmählich Spuren im Spiel der Gäste. Das Spiel wurde rauher und ungenauer. Sie haderten mit Schiedsrichterentscheidungen. Die Messestädter liessen nichts mehr anbrennen, erzielten noch ein Tor durch Federico Vanoni zum 7:3 und brachten die Partie sicher nach Hause. In den letzten 10 Minuten brachte Trainer Jann Zurbuchen die Ersatzspieler zum Einsatz. Die brachte noch kurz Unruhe, aber sie brachten schnell frischen Wind in die Partie.

Insgesamt war es eines der besten Spiele der Mannschaft.  Wirkte das Spiel gegen Calw noch fahrig, wurden jetzt die Pässe präzise gespielt und sicher angenommen. Die Zuschauer sahen eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung und alle drei Reihen konnten Druck auf das gegnerische Tor aufbauen. Die Neuzugänge integrieren sich gut und die Nachwuchsspieler zeigten eine grandiose Leistung. Das lässt hoffen, dass die Saison besser weitergeht, als sie begonnen hat.